Ein bisschen Gift muss sein!

 

 

Glamouröse

Intrigen-Dinner-Komödie

mit der Marquise de Pompadour

am Hofe Ludwig XV.

in Paris

 

 

 

 

in der Hauptrolle   Susann Mädler

 

Buch und Regie     Wolfram Christ

 

Foto: comediantes auf Schloß Becov, Tschechische Republik

 Die Mätresse des Königs stellt sich vor

Impertinent! Einfach impertinent! Da arbeitet unsereins jahrelang hart mit Raffinesse und Körpereinsatz, um die Gunst des Königs zu erlangen … Das war für jemanden wie mich aus bürgerlichem Haus weiß Gott nicht einfach … Und dann kommt auf einmal so mir nichts dir nichts ein kleines adliges Luder nach Paris hereingeschneit, Frischfleisch aus der Provence, und versucht mir meine Stellung streitig zu machen! … Ha! …

 

„Marie-Luise“ heißt sie! Nichts im Kopf, dafür umso mehr im Mieder. … Wenn sie glaubt, dass das reicht, um mich auszuboten, hat sie sich geschnitten. Nicht mit mir, Madame! … Lilly, du musst mich ankleiden. Sofort! Ich muss nach Versailles. Lilly? Lilly! … Die Zofe streikt. Die Zofe streikt? Die Zofe streikt!!! Ich werde wahnsinnig. Was für ein verrücktes Land! Mal streiken die Kutscher, mal die Köche, jetzt die Zofen. Armes Frankreich. Der König kann einem leidtun. …

 

Egal. Im Moment geht es um mich. Da kenne ich kein Pardon! Wenn mir nicht auf der Stelle einige Damen und Herren meines hochgeschätzten Publikums zu Hilfe eilen und mich ankleiden, damit ich diese impertinente Person, diese halbe Portion von „Marie-Luise“, standesgemäß aus ihrer Perücke pudern kann, dann rufe ich die Revolution aus! Dann werdet ihr alle einen Kopf kürzer gemacht. Und zwar nicht erst in vierzig oder fünfzig Jahren, sondern noch heute Abend, während dieses Dinners, Herrschaften! Also: Freiwillige vor!      

 

Der Abend beginnt wie jedes gute Dinner mit einer Vorspeise. Danach folgen drei temporeiche Akte. Immer unterbrochen vom jeweils nächsten Gang des festlichen Dinners.

 

Wie geht die Sache aus? Nun, die echte Pompadour erzielte mit ihrem König einen guten Kompromiss:

Der König schlief zwar nicht mehr mit ihr, hielt sie aber bis zu ihrem Tod als echte Freundin und Beraterin an seinem Hof. Er räumte ihr sogar ein besonderes Privileg ein, damit sie nicht eifersüchtig sein musste: Sie allein durfte ab sofort die Betthäschen für sein königliches Vergnügen auswählen.

 

Ob es bei uns genauso oder ganz anders kommt? Prophylaktisch ein Appell an die Herren im Saal: Reagieren sie bloß nicht zimperlich, falls die Marquise de Pompadour ihre Gattin für den König erwählt. Siehe oben. Es ist eine große Ehre!

 

3 x 20 Minuten beste Unterhaltung, präsentiert in einer komödiantischen Show nach historisch belegten Tatsachen von Susann Mädler. Und das Publikum befindet sich mittendrin im turbulenten Geschehen des französischen Hofes!